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Zugwürfeln

Freilassing. Sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, die sogenannten „Pfadis“ der Pfadfinder St. Rupert, machten sich mit zwei Begleitpersonen auf den Weg mit dem Zug quer durch Bayern. Ausschlaggebend dafür war ein Artikel in der Pfadfinderzeitung, in demdas Spiel „Zugwürfeln“ beschrieben wurde. Bei dieser Aktion entscheidet der Würfel, wohin die Reise gehen soll.
Nach ausgiebiger Planung und Überlegung, wer Zeit hat, die vier Mädchen und zwei Buben zu begleiten, stellten sich Markus Gadenz vom Pfadfinderstamm Christopherus aus Mitterfelden und Barbara Mader von den Freilassinger Pfadfindern zur Verfügung.

Finanziert wurde das Ganze mit einemTeil desGeldes, dass die Pfadfinder bei einem Spiel beim Tag der Frau (wir berichteten) gewonnen haben. Dabei traten die Pfadis gegen den Freilassinger Bürgermeister, den Freilassinger Polizeichef sowie den Chef der Freilassinger Bundespolizei an und besiegten diese. Somit waren dieWeichen gestellt.Die Jugendlichen machten sich bepackt mit Bayerntickets und Rucksäcken in den Ferien auf den Weg. Sie fuhren von Freilassing nach München. Von dort aus entschied der Würfel, wie es weitergehen soll. Dafür wurden passende Züge vom Abfahrtsplan durchnummeriert und anschließend wurde gewürfelt. Die erste Station war somit Donauwörth. Von dort aus ging es über Nürnbergweiter nach Bamberg. Nach einer ausgiebigen Brotzeit brachte der Würfel die Gruppe nach Würzburg. Dort sahen sich die Pfadfinder nach einem Schlafplatz für die Nacht um. Sie fanden einen Campingplatz direkt am Mainufer und stellten dort ihre Zelte für die Nacht auf. Dabei trafen sie sogar eine Gruppe Pfadfinder aus Cottbus, diemit dem Fahrrad unterwegs waren und auch auf dem Campingplatz übernachteten.
Nach dem Frühstück gab es noch eine kurze Stadtbesichtigung, bevor eswieder zurück zum Bahnhof ging. Die Reise sollte weiter nach Aschaffenburg gehen. Dort gab es allerdings keine große
Gelegenheitmehr,mit demBayernticket weiterzufahren. Daher fuhren die Pfadis zurück nach Bamberg. Da der Würfel das Sagen hatte, führte dieser die Jugendlichen wieder über Nürnberg zurück nach München. Das konnte die Stimmung aber nicht trüben. Sie kontaktierten einen Pfadfinderstamm in Ottobrunn und konnten dort die Nacht verbringen. Dabei beschlossen sie, den letzten Tag in Prien am Chiemsee beim Baden ausklingen zu lassen. Gegen Abend ging die letzte Etappe mit dem Zug zurück nach Freilassing.
Alle acht Reisenden waren einstimmig der Meinung, dass es eine gelungene Aktion war, die gerne wiederholt werden kann, schreiben sie in ihrem Bericht.

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